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Belastungen

Belastung, Beanspruchung und Fehlbelastung

Psychische Belastung ist als Gesamtheit der psychisch wirksamen Einflussgrößen der Arbeitswelt auf den Menschen zu verstehen (nach DIN EN ISO 10075). Zu unterscheiden von Belastung (= Stress) ist die Beanspruchung - die unmittelbare Auswirkung im Menschen, die "erlebte Belastung" (= Stresszustand).

Fehlbelastungen (Stressoren) sind diejenigen Komponenten, die den Menschen übermäßig (fehl-) beanspruchen und ihn in Form von z.B. Ermüdung, Sättigung, Monotonie und Vigilanz beeinträchtigen oder schädigen.

Zu den am häufigsten genannten betrieblichen Belastungskomponenten zählen hoher Zeitdruck, hohe Verantwortung, Arbeitsmenge, Informationsflut, ungünstige Arbeitszeiten, Führungs- und Vorgesetztenverhalten sowie Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes.

Vor allem belastendes Vorgesetztenverhalten und hoher Zeitdruck gelten als hauptursächlich für die Entstehung von Burnout.





Belastungsabbau und Belastungsoptimierung

Um Stresszustände und Beeinträchtigungen zu vermeiden bzw. zu reduzieren, müssen präventive Maßnahmen zuallererst an der Gestaltung der Einwirkgrößen, an den Belastungsbedingungen, ansetzen - dies gilt im Betrieb wie auch im Privatbereich.

Vorrangiges Ziel kann nicht sein, ausschließlich durch individuelle Stärkung der "Stressresistenz" oder der "Ressourcen zur Stressbewältigung" (z.B. durch Mentales Training, Yoga) die Mitarbeiter dazu zu bringen, immer mehr Belastungen bzw. Stressoren zu bewältigen. Irgendwann werden die Mitarbeiter sonst die Balance verlieren, wird der "Balancebalken brechen".

Zentrales Ziel der Stresskontrolle muß sowohl im Betrieb als auch im Privatbereich sein, die Belastungsbedingungen so zu verändern, dass es nicht zu Fehlbeanspruchungen kommt.